Wanderzirkusse, die Tiere als Teil ihrer Show haben, sind in Europa leider immer noch verbreitet. Und das, obwohl schon lange bekannt ist, dass eine artgerechte Tierhaltung in solchen Wanderzirkussen nicht möglich ist und die Dressur nie so schön „sanft“ ist, wie oft behauptet wird. Eine farbenfrohe, pompöse Show verschleiert das alltägliche Leiden der Tiere. So werden gerade große und sehr aktive Wildtiere auf viel zu engem Raum, ohne Bewegungsfreiheit, gehalten, wodurch jegliche natürlichen Verhaltensweisen oder Beschäftigungen unterbunden werden. Dies führt häufig zu psychischen Verhaltensstörungen. Elefanten wippen durch Kettenhaltung nur noch von der einen auf die anderen Seite und Affen fangen vor lauter Langeweile an, notorisch an Gitterstäben zu lecken.
Auch die klimatischen Verhältnisse machen vielen Wildtieren zu schaffen. So leiden Bären in den Sommermonaten unter der Hitze und Löwen im Winter unter der Kälte.
Aufgrund des mangelnden Platzes kommt es außerdem auch zu Rangkämpfen zwischen den Tieren. Da es keine Rückzugs- oder Ausweichmöglichkeiten gibt, können diese Kämpfe selbst bei Hunden oder Pferden mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich enden.
Die Dressur der Tiere läuft natürlich auch nicht ohne Verletzungen ab. So werden zum Beispiel immer noch metallene „Elefantenhaken“ eingesetzt, deren scharfe Spitze dazu genutzt wird, den Elefanten in ihre sehr empfindliche Haut zu stechen. Andere Geräte, die zum Einsatz kommen, sind Peitschen, Knüppel oder Elektroschocker.
Es ist außerdem üblich Wildtieren Medikamente zu verabreichen, um sie ruhig zu stellen, oder ihnen werden die Zähne entfernt.
Hinzu kommt, dass die Tiere permanent unter Stress stehen, sich entgegen ihrer Instinkte verhalten müssen und gezwungen werden für ihre Art und ihr Wesen völlig anormale „Kunststücke“ vorzuführen. Das ist nicht nur vollkommen unnatürlich sondern auch absolut entwürdigend. Kein freier Mensch würde solch ein Kunststückchen mit sich machen lassen und wer sind wir, dass wir uns homo sapiens aus der Gattung der Säugetiere über andere Lebwesen erheben. Auch Raben denken, auch Hunde haben Einfühlungsvermögen, Delfine kommunizieren. Und deshalb hat jedes Tier wie auch jeder Mensch seine Würde.
Sind die Tiere dann irgendwann zu alt, nicht mehr interessant oder aufgrund von Verletzungen und Krankheiten körperlich nicht mehr in der Lage dem Zirkus zu dienen, werden sie entweder permanent in Käfige gesperrt oder an andere Zirkusse oder Zoos abgegeben. In manchen Ländern werden sie sogar an Jagdfarmen verkauft, wo sie dann zur Unterhaltung von Freizeitjägern erschossen werden. Sie verbringen also auch den Rest ihres Lebens nicht etwa in komfortabler Rente, sondern immer noch eingesperrt und in Elend.
Andere Länder, wie zum Beispiel Österreich, Schweden oder Dänemark, haben die Haltungsmöglichkeiten bereits durch Gesetze eingeschränkt oder sogar verboten. Deutschland sollte diesem Beispiel folgen und jede einzelne Person sollte sich dagegen entscheiden, Wanderzirkusse mit Tieren, wie auch Zirkus Krone, mit ihrem Besuch finanziell zu unterstützen. Und es gibt Alternativen, wie etwa den Zirkus Flic Flac, die auf Tiere vollständig verzichten.
Gerade Kinder sind die Zielgruppe, die Zirkusse mit wilden Tieren ködern wollen. Es ist klar, dass ein majestätisch von einem Plakat herabblickender Löwe Kinderherzen höher schlagen lässt. In diesem Fall ist es aber die Pflicht der Eltern, für Aufklärung zu sorgen. Es muss klar gestellt werden, dass ein Löwe in die Wildnis gehört und nicht in die Manege. Es ist wichtig, Kindern früh zu vermitteln, dass Tiere keine Spielzeuge sind und dass es keineswegs den Normalzustand darstellt, wenn ein Tiger durch einen brennenden Reifen springt.
Am Donnerstag, den 23.06.2011, beschließt die Kreismitgliederversammlung der Göttinger Grünen ihre Position zum sogenannten schwarz-gelben “Atomkonsens”. Ein Atomausstieg bis 2017 mit erneuerbaren Energien statt Kohle ist möglich. Die Ideale müssen vor eventuelle Koalitionsspekulationen im Bund gehen.
Die GRÜNE JUGEND Göttingen fordert sowohl die Göttinger, als auch alle anderen Grünen dazu auf, den schwarz-gelben “Atomkonsens” abzulehnen und daher gegen den Leitantrag des Bundesvorstands der Grünen auf der bevorstehenden Bundesdelegiertenkonferenz zu stimmen.
Weiterleitung einer Presseinformation eines losen
Tierschutz-Zusammenhangs:
In der heutigen Gesellschaft werden Tiere zur Belustigung und Unterhaltung eingesperrt und gehalten. Ist das überhaupt vertretbar? Tiere, die in Gefangenschaft leben, wie z.B. in Zirkussen weisen ein stereotypes Verhalten auf. Sie entwickeln Verhaltensstörungen und bekommen psychische und physische Schäden.
Das stereotype Verhalten entsteht durch die fehlenden sozialen Kontakte und die räumlichen Begrenzungen, was z.B. durch minutenlange, sich wiederholende Bewegungsabläufe deutlich wird.
Die Verhaltensstörungen äußern sich in verschiedenen Formen, einige Tiere wenden sich komplett ab und vereinsamen dadurch, andere wiederum werden aggressiv, was auch zum Fressen ihrer eigenen Nachkommen führen kann.
Die Tiere können ihre natürliche Lebensweise, durch das Einsperren in Käfigen nicht ausleben, da sie nicht genügend Bewegungsmöglichkeiten geboten bekommen. Durch das Gefühl der Enge fangen sie meist an, die Gitterstäbe anzukauen, dies kann zu Verletzungen und Vergiftungen führen.
In einem Zirkus kann sich niemals ausreichend um ein Tier gekümmert werden, denn ein Zirkus ist zum einen die meiste Zeit auf Reisen und zum andern gibt es zu wenig Pfleger_Innen, die sich um eine so große Zahl an verschiedenen Tieren fachgerecht kümmern können. Der natürliche Lebensraum kann hierbei nicht nachgestellt werden, zudem werden die Tiere durch das Ein- und Ausladen massivem Stress ausgesetzt.
In einem Zirkus handeln die Tiere nicht freiwillig. Sie werden durch Verletzung und Verlockung dressiert, um ihre Kunststücke willensfrei und gegen ihre natürlichen Instinkte aufzuführen. Als Mittel der Dressur werden z.B. Futterentzug, Trennung von Artgenossen, Einschüchterung, Medikamente oder speziell bei Elefanten, der brutale “Elefantenhaken”, der den Tieren Wunden zufügt, verwendet. So ist festzuhalten, dass Tierhaltung in Zirkussen pure Sklaverei ist, da die Tiere unterdrückt werden und keine Chance haben sich zu wehren.
Wir fordern euch alle auf dem Circus Krone, in Göttingen, deutlich zu machen, was wir von dieser Tierquälerei halten!
So treffen wir uns am 22.6.2011, um 19 Uhr am Maschmühlenweg, Ecke Schützenanger, um gemeinsam zum Kundgebungsort zu laufen.
Zirkusboykott - Folterstopp!

Kein Riskieren von Todesopfern bei Versammlungen!
Die GRÜNE JUGEND Göttingen unterstützt die Petition für ein Verbot von Pfefferspray. Die lokale Initiative „BürgerInnen beobachten Polizei und Justiz“ hat die Petition am 25.05.2011 gestartet. Die GRÜNE JUGEND Göttingen ruft alle Menschen dazu auf, diese Petition bis zum 07.07.2011 mitzuzeichnen (dazu ist eine Registrierung auf der Internetseite des Bundestages nötig) und weiterzuverbreiten.
Im Jahr 2009 sind in Deutschland mindestens drei Menschen nach einem polizeilichen Pfeffersprayeinsatz ums Leben gekommen. Seit dem sind mindestens zwei weitere Todesfälle hinzugekommen. Ein erhebliches gesundheitliches Risiko besteht für Asthmatiker_Innen (5% der Erwachsenen), Allergiker_Innen (20% der Erwachsenen) und Menschen die Beruhigungsmittel, Drogen oder bestimmte Medikamente zu sich genommen haben.
Die Initiative „BürgerInnen beobachten Polizei und Justiz“ fasst es gut zusammen: „Von Verhältnismäßigkeit der polizeilichen Mittel kann keine Rede mehr sein, wenn z.B. eine Sitzblockade mittels Einsatz eines potentiell tödlichen Reizmittels aufgelöst wird“. Weiterhin kritisieren die Beobachter_Innen, dass die Polizei immer häufiger, wahllos und unangekündigt Pfefferspray gegen Versammlungen einsetzt, ohne dass die Notwendigkeit dazu besteht. Diese Kritik unterstützen wir aufgrund eigener Erfahrungswerte in Göttingen!
„Als Asthmatiker_In kann ich nicht glauben, dass es geltendes Recht sein soll, dass ich, jedes mal wenn ich an einer Demonstration teilnehmen möchte, damit rechnen muss, ums Leben zu kommen. Für Menschen wie mich besteht unter der aktuellen Rechtslage faktisch kein Grundrecht auf Versammlungsfreiheit“, so ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND Göttingen.
WIR RUFEN DAZU AUF, DIESE PETITION ZU UNTERSCHREIBEN UND ZU VERBREITEN!